Activision startet 2010 mal wieder eine Bond-Offensive mit gleich zwei
Spielen. Neben GoldenEye 007 erscheint auch James Bond 007: Blood Stone
für PlayStation 3 und Xbox 360, welches sich bei Bizarre Creations in
der Entwicklung befindet. Die Entwickler hinter dem Action-Adventure
haben uns das Spiel genauer gezeigt und uns sogar etwas spielen lassen.
Warum James Bond: Blood Stone eine Mischung aus Racer und
Stealth-Shooter ist erfahrt ihr in diesem Hands-On-Bericht frisch von
der gamescom.
Schon etwas bizarr
Bizarre Creation werkelte ja zuletzt an dem Arcade-Racer Blur und
lustigerweise befinden sich in James Bond: Blood Stone einige Rennszenen
von längerer Dauer, sodass man gerne mal den Eindruck bekommt, man
hätte es mit einem Racer zu tun. Doch in der Tat handelt es sich um ein
typisches James Bond in Daniel Craig-Manier. Nicht nur, dass er so cool
wie im Film rüberkommt, sondern auch seine originalgetreue Bewegungen
sind erstaunlich. Für das Motion-Capturing wurde der originale Stuntman
hinter Craig benutzt und dies trägt zusammen mit dem typischen Daniel
Craig-Humor dazu bei, dass man ein cinematisches Erlebnis erfährt und
sich schnell in der Spielwelt zu Hause fühlt. Im Spiel gibt es einige
Schauplätze wie wir im Menü erhaschen konnten. Zwar wollte Bizarre
Creations uns das nicht wirklich zeigen, musste aber schnell zu einem
Levelabschnitt im Menü scrollen, der sich ziemlich weit am Ende der
Story befindet. So reist ihr mit Daniel Craig durch Athen, Istanbul,
Sibirien, Monaco oder auch Bangkok. Es scheint so, als ob sich bereits
bewältigte Abschnitte erneut im Menü auswählen lassen, um einzelne
Missionen erneut zu spielen. Startet ihr eine Mission, so folgt erst
einmal eine meist ziemlich lange Zwischensequenz. Sie wird hauptsächlich
dazu benutzt, um die Ladezeiten zu verstecken, denn im Hintergrund lädt
das System die weitläufige Spielwelt. So wird dem Spieler relativ
leicht suggeriert es gäbe gar keine Ladezeiten, was sehr gut umgesetzt
wurde.

Ein Wehmutstropfen zu Beginn: Joss Stone ist ein NPC. Sie ist also nicht
spielbar und taucht lediglich immer mal wieder in Sequenzen auf. So
durchstreift ihr mit Daniel Craig die neue Spielwelt mit neuen
Bösewichten. Was ich damit sagen möchte: Es gibt keine Bösewichte aus
alten Filmen. Daniel Craig hat leider keine abgefahrene Uhr am Armgelenk,
doch dafür besitzt er ein sehr hilfreiches Smartphone, das als
zentrales Feature in Gameplay-Szenen angesehen wird. Es scannt die
Umgebung und liefert euch Informationen wie zum Beispiel die Entfernung
zu einem Zielobjekt und einen Cursor an der Zielstelle. Es handelt sich
also praktisch um ein mobiles GPS-System. Generell lassen sich einige
Dinge scannen und es befinden sich eine Menge dynamischer Objekte auf
der Spielebene. Zum Beispiel zerstörbare Kisten mit Dynamit oder größere
Objekte, die Gegner auf eine unübliche Art und Weise beseitigen. Je
nachdem, welche Möglichkeit ihr nutzt, kann der Schwierigkeitgrad an der
Stelle variieren. Ihr könnt euch praktisch durch ein ganzes Level
schleichen und mit heimlichen Attacken gezielt Wachen wie in Metal Gear
Solid ausschalten - natürlich in für Daniel Craig angepassten
Bewegungsabläufen, die trotz dem Drücken einer einzelnen Taste
variieren. Dies wurde in das Spiel verarbeitet, um der Casual-Gruppe ein
angepasstes Spielerlebnis zu liefern. Doch der Schwierigkeitsgrad wirkt
dieser Thematik entgegen und garantiert Core-Spielern eine angebrachte
Herausforderung. Vor allem die Rennszenen sind so hart gestaltet, dass
man es beim ersten Anlauf kaum bewältigen kann. Keiner von den
vorhandenen Pressevertretern hat einen Rennabschnitt beim ersten Mal
bewältigt, doch Bizarre Creations versicherte, dass die gespielten
Szenen spät in der Handlung spielen.










