Für Deus Ex-Verhältnisse bietet sich ein ungewohnt actionreicher Anfang. Wirklich eine Wahl, was wir machen wollen, haben wir nicht. Uns bleibt lediglich die Möglichkeit, die feindlichen Soldaten mit Waffengewalt zu eliminieren. Immerhin werden wir hier schon mit einigen Grundprinzipien der Steuerung vertraut gemacht. Wie gewohnt, streift ihr größtenteils in der Ego-Perspektive durch die Spielwelt. Kommt es allerdings zu actionreichen Szenen, wie zu Beginn, empfiehlt es sich durch einen Druck auf den linken Trigger in Deckung zu gehen, wobei die Kamera in die Third-Person schaltet. Wollen wir zoomen, müssen wir entweder um die Ecke schauen oder per Druck auf den rechten Stick die präzisere Perspektive auswählen. Hier hat sich Deus Ex deutlich von Rainbow Six Vegas inspirieren lassen, was kaum überrascht, schließlich hat ein großer Teil der Entwickler an genau diesem Spiel vorher gewerkelt. Die Feuergefechte laufen derzeit noch etwas zu gewöhnlich ab. Zwar stecken wir auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nur wenige Treffer ein, dafür generiert sich unsere Energie nach der Zeit von selbst. Die K.I. der Gegner ist ebenfalls noch nicht ganz ausgereift. Zwar gehen diese fleißig in Deckung, bieten uns aber bei Schusswechseln dennoch genug Zeit, sie aufs Korn zu nehmen.
Ebenfalls wenig gefällt uns derzeit der Einbau des Tutorials. Anstatt euch im Spielverlauf die wichtigsten Sachen beizubringen, wird dieser immer wieder durch Trainingsvideos unterbrochen – das stört den Spielfluss teils merklich. Am Ende des Prologs treffen wir schließlich auf die drei Eindringlinge und müssen schnell feststellen, dass wir gegen diese keine Chance haben. Adam wird mit einer so gewaltigen Wucht durch Panzerglas geschleudert, dass sich überall deutliche Wunden an seinem Körper ausbreiten. Weiter geht es schließlich mit einer Operation, bei der fast der gesamte Körper Adams durch Augmentations ersetzt wird. Eine ganz schön schmerzhafte Operation.

Kaum sechs Monate nach diesem Zwischenfall taucht Adam auch schon wieder bei Sarif auf, nun komplett augmentiert und mit jeder Menge kleinen Spielereien ausgestattet. In diesem nun folgenden, recht kurzen Abschnitt erfahren wir viel über die Detailverliebtheit von Deus Ex. Wir finden uns mitten in der Lobby von Sarif Industries wieder und kommen erst einmal aus dem Staunen nicht heraus. Hier stehen zum Beispiel vier Informationsterminals, die uns mehr über die Firma und das Jahr 2027 verraten. Aber auch die Mitarbeiter in der Firma sind gesprächsfreudig und haben wirklich alle etwas zu unserem neuen Matrix-Outfit zu sagen. Selbst wer einem Gespräch auf der Frauentoilette lauscht, wird sich im späteren Dialog einen kleinen Seitenhieb gefallen lassen müssen. Viel Zeit bleibt uns allerdings nicht, denn ein weiteres Labor von Sarif wurde angegriffen und wir sollen uns auf den Weg machen und herausfinden, was da vor sich geht.
Bevor dies allerdings passieren kann, müssen wir erst einmal in die Werkstatt und unsere Augmentations einstellen lassen. Diese sind es auch, die uns als Vorlage für das HUD-Display dienen. So sehen wir stets, wo uns unser nächstes Ziel erwartet, sehen auf einem Radar mögliche Feinde eingeblendet und entdecken eine Energieanzeige in Form von Batterien. Letztere gibt es deshalb, weil der Einsatz kraftvoller Fähigkeiten Energie kostet und haben wir keine mehr vorrätig, hilft nur ein Powerenergieriegel, um uns wieder zu Kräften kommen zu lassen. In typischer Rollenspiel-Manier können wir zudem zahlreiche Fähigkeiten erlernen und verbessern. So erhalten wir mehr Informationen auf dem Display, können schwere Objekte anheben und uns so neue Wege bahnen, unser Hackerfähigkeiten verbessern, usw. Für nahezu jede Aktion in Deus Ex erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Einmal ein Level aufgestiegen, erhaltet ihr schließlich einen neuen Update-Punkt. Wir können Adam also nach Belieben anpassen und ihn entweder zu einer wahren Killermaschine heranreifen lassen oder ihn lieber auf Schleichen und Hacks von Computern spezialisieren.










