Mit ArcaniA - Gothic 4 steht der beliebten Gothic-Reihe ein kompletter Neustart ins Haus. Das Entwicklerstudio hat ebenso gewechselt, wie der Held der vorangegangenen Spiele. Zudem wird der Titel erstmals nicht nur auf dem PC, sondern auch auf der Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. In gewisser Weise eine spannende, aber auch unheimlich schwierige Aufgabe für das deutsche Entwicklerstudio Spellbound, sollen doch Fans der ersten Stunde und Neueinsteiger gleichermaßen befriedigt werden. Auf der GamesCom konnten wir den Titel genauer unter die Lupe nehmen und erzählen euch in dieser Vorschau, ob Spellbound den Spagat geschafft hat, ohne sich dabei selbst zu sehr zu verbiegen.
Stellt euch vor,...
…es klingelt an eurer Haustür und ein Mann mit einem großen Geldkoffer steht davor: „Hallo, sie bekommen dieses Geld, wenn sie für uns bitte die Gothic-Reihe um einen vierten Teil erweitern würden. Tschüß.“ Eine tolle Sache eigentlich, nicht wahr? Auf der anderen Seite wäre solch ein Unterfangen - dessen unrealistisches Eintreffen wir einfach mal keck beiseite kehren - auch mit allerlei Erwartungen und Erfolgsdruck verbunden. Kenner, bzw. Hardcore-Fans, die bei diesem Rollenspiel keine Seltenheit sind, würden eurer Fortsetzung von Anfang an mit viel Argwohn und Skepsis gegenüberstehen. Diejenigen, die noch nicht mit der Gothic-Reihe in Berührung gekommen sind, würden von der „4“ hinter Gothic wahrscheinlich stark irritiert werden. Lohnt es sich ohne das fehlende Hintergrundwissen der ersten drei Teile überhaupt den Titel zu kaufen? Mit genau diesen Problemen hat Spellbound - abgesehen davon, dass sie ein komplettes Spiel auf die Beine stellen müssen - in den letzten Jahren zu kämpfen gehabt. Irgendwie scheinen sie einen guten Weg gefunden zu haben, um beide Lager gleichermaßen ansprechen zu können. Zum einen trägt das Spiel nicht den Namen „Gothic 4“, sondern „ArcaniA - Gothic 4“, was deutlich machen soll, dass es sich um einen Neuanfang der Spielereihe handelt. Um eingefleischte Fans nicht zu verstören und ihnen ihre Erlebnisse, die sie mit dem Held der ersten drei Teile erlebt haben nicht zu zerstören, hat man sich dafür entschieden einen neuen Helden einzuführen. Dies kommt natürlich auch den Neueinsteigern sehr gelegen, da sie so auf kein zusätzliches Hintergrundwissen angewiesen sind. Fans die dieses Hintergrundwissen allerdings besitzen, werden sich auf jede Menge kleine Anspielungen, Rückbesinnungen auf Ereignisse aus den Vorgängern, sowie auf bekannte Charaktere freuen dürfen. Man scheint also einen guten Kompromiss gefunden zu haben, um Fans und Neueinsteiger gleichermaßen anzusprechen.
…es klingelt an eurer Haustür und ein Mann mit einem großen Geldkoffer steht davor: „Hallo, sie bekommen dieses Geld, wenn sie für uns bitte die Gothic-Reihe um einen vierten Teil erweitern würden. Tschüß.“ Eine tolle Sache eigentlich, nicht wahr? Auf der anderen Seite wäre solch ein Unterfangen - dessen unrealistisches Eintreffen wir einfach mal keck beiseite kehren - auch mit allerlei Erwartungen und Erfolgsdruck verbunden. Kenner, bzw. Hardcore-Fans, die bei diesem Rollenspiel keine Seltenheit sind, würden eurer Fortsetzung von Anfang an mit viel Argwohn und Skepsis gegenüberstehen. Diejenigen, die noch nicht mit der Gothic-Reihe in Berührung gekommen sind, würden von der „4“ hinter Gothic wahrscheinlich stark irritiert werden. Lohnt es sich ohne das fehlende Hintergrundwissen der ersten drei Teile überhaupt den Titel zu kaufen? Mit genau diesen Problemen hat Spellbound - abgesehen davon, dass sie ein komplettes Spiel auf die Beine stellen müssen - in den letzten Jahren zu kämpfen gehabt. Irgendwie scheinen sie einen guten Weg gefunden zu haben, um beide Lager gleichermaßen ansprechen zu können. Zum einen trägt das Spiel nicht den Namen „Gothic 4“, sondern „ArcaniA - Gothic 4“, was deutlich machen soll, dass es sich um einen Neuanfang der Spielereihe handelt. Um eingefleischte Fans nicht zu verstören und ihnen ihre Erlebnisse, die sie mit dem Held der ersten drei Teile erlebt haben nicht zu zerstören, hat man sich dafür entschieden einen neuen Helden einzuführen. Dies kommt natürlich auch den Neueinsteigern sehr gelegen, da sie so auf kein zusätzliches Hintergrundwissen angewiesen sind. Fans die dieses Hintergrundwissen allerdings besitzen, werden sich auf jede Menge kleine Anspielungen, Rückbesinnungen auf Ereignisse aus den Vorgängern, sowie auf bekannte Charaktere freuen dürfen. Man scheint also einen guten Kompromiss gefunden zu haben, um Fans und Neueinsteiger gleichermaßen anzusprechen.
Ob dieser Kompromiss von den Hardcore-Fans akzeptiert wird, muss sich allerdings zeigen. In den Fanforen lassen sich gespaltene Meinungen finden und wie schnell eine beliebte Serie von Fans der ersten Stunde mit Liebesentzug bestraft werden kann, zeigen Beispiele aus der Vergangenheit. So gibt es bis heute noch viele Monkey Island-Fans, die sich nach dem zweiten Teil nicht mehr mit den Nachfolgern auseinandergesetzt haben und wohl bis an ihr Lebensende auf ein „echtes“ Monkey Island 3 warten werden. Auch Beispiele aus Film und Fernsehen - ich denke hier speziell an Indiana Jones 4 - zeigen, dass man einer beliebten Reihe mit Fortsetzungen auch erheblichen Schaden zufügen kann. Natürlich gibt es auch bei den genannten Beispielen gespaltene Meinungen, es verdeutlicht aber, wie schwer es ist in solch große Fußstapfen zu treten.











