Alles begann mit der Idee zu einem virtuellen Garten. Es war
zu der Zeit, als Nintendo und Rare noch als das Traumpaar der Branche galten, als
Rare mit seinem Partner aus Kyoto über ein Konzept für das Menü einer kommenden
Konsole sprach. Die Idee sah vor, dass die Oberfläche einen Garten darstellen
sollte und bei jedem Kauf eines Spieles neue Pflanzen hinzukommen sollten, die
den Garten nach und nach in ein kleines Paradies verwandelten. Kurz danach
gingen die beiden ihre eigenen Wege, aber der englische Entwickler dachte weiterhin an diese Idee und arbeitete weiter daran. Zunächst als Simulation für den Handymarkt gedacht,
entwickelte das Konzept ein Eigenleben und führte nach einer längeren
Planungsphase, in der nun das Team hinter Donkey Kong Country 1 und 2, der
Banjo Reihe und Grabbed by the Ghoulies eingebunden war, zu dem, was heute als Viva
Piñata seine Vollendung erfahren hat. Und gleichzeitig endet damit endgültig
die Durststrecke nach einem Rare Spiel, das die Ansprüche der vergangenen Tage
erfüllt.
Der bekannteste Gärtner aller Zeiten und
damit schon zu Lebzeiten eine Legende hört auf den Namen Jardiniero und hat
sich vor einiger Zeit zur Ruhe gesetzt. Nun tretet ihr die schwierige Nachfolge
der Legende an. So treffen wir zu Beginn von Viva Piñata auf ein ödes und mit
Unrat übersätes Stückchen Land und der über dieses Chaos weinenden Tochter
Jardinieros, Leafos. Die junge Dame, die sich wie alle menschlichen Charaktere,
hinter einer Maske versteckt hält, heißt euch Willkommen und überreicht euch sogleich
euren ersten Arbeitsgegenstand – eine (etwas ausrangierte) Schaufel, mit der
ihr den ganzen Unrat durch Schlägen gegen denselbigen entfernen und die Erde
ebnen sollt. Die zerstörten Überreste des alten Gartens fördern als Nebeneffekt
eure ersten Schokomünzen zutage, der gängigen Währung auf Piñata Island.









