West-RPGs auf Konsolen sind seit jeher ein Thema für sich. Nicht zuletzt der erste Teil des hier besprochenen Spiels als auch Titel wie Risen oder das kürzlich erschienene Arcania: Gothic 4 litten unter Anpassungsproblemen, hinsichtlich der Technik aber auch in Bezug auf die Steuerung. Letztlich fühlten sich all diese Spiel fernab von inhaltlichen Mängeln auf einer PC-Umgebung wesentlich runder an. Mit Two Worlds II soll sich dies nun ändern und obwohl Spieler des Erstlings erfahrungsgemäß eher skeptisch sein werden, sollten sie dem Titel eine Chance geben. Denn die hat er verdient. Seit Oblivion hat sich kein reines West-RPG mehr so rund angefühlt. Zumindest nicht auf Konsole.

Dabei ändert der Titel das gängige Formular kein bisschen. Anfangs erstellt man sich wie gehabt einen Helden, verändert Haarfarbe, Körperform und sogar die Höhe der Wangenknochen. Meines Erachtens nach lediglich ein notwendiges Übel, für Die-Hard-Genrefans sicher mehr als bloße Tradition. In Sachen Klassen oder Volkszugehörigkeit wird aber keine Einteilung vorgenommen. Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, wird handlungstechnisch erstmal ins kalte Wasser geworfen. Ein Blick ins Handbuch verrät, man soll seine Schwester Kyra aus den Fängen des bösen Herrschers Ghandobar befreien. So weit so random. Der weitere Verlauf der Geschichte entwickelt sich allerdings unerwartet spannend, sodass man sich auf keinen Fall vom zähen Beginn abschrecken lassen sollte, so wie wir das in den ersten Spielstunden beinahe getan hätten. Denn auch Two Worlds II beginnt zäh, mit viel Gelaber und zahlreichen Bildschirmtoden. Aller Anfang ist schwer, die goldene Regel für Rollenspieler. Zum Glück hat man – wie auf dem PC bereits seit langem üblich – eine Quicksave-Funktion eingebaut, die es erlaubt immer und überall zu sichern. Natürlich birgt diese Funktion Fluch und Segen, schließlich ist jedes Abspeichern mit einem lästigen Unterbrechen des Spiels verbunden.











