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The Cursed Crusade

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 Spiel-Infos: The Cursed Crusade
Cursed Crusade Boxart Name: The Cursed Crusade (PAL)
Entwickler: Kylotonn Entertainment
Publisher: dtp
Erhältlich seit: 23. September 2011
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-2
Features:
Koop-Modus über Internet oder Konsole
Nicht viele Titel versuchen sich an historischen Begebenheiten, und wenn sie es tun, dann wird meist so viel abgeändert, dass von der historischen Vorlage nicht mehr viel übrig bleibt. So ist es leider auch bei The Cursed Crusade, wo sich das noch junge französische Entwicklerteam Kylotonn an einer mit mystisch-religiösen Elementen angereicherten Geschichte des Vierten Kreuzzugs versucht.

Denz und Esteban auf dem Weg ins Heilige Land
Erzählt wird die Geschichte von Denz de Bayle, einem französischen Adeligen, und dem gesetzlosen Spanier Esteban Noviembre, die sich per Zufall treffen und schon im ersten gemeinsamen Kampf schätzen lernen. Doch schnell stellen die beiden fest, dass sie eine schreckliche Gemeinsamkeit haben: Beide sind mit einem Fluch belegt, der zwar große Macht im Kampf verleiht, aber auch bewirkt, dass man im Todesfall ohne Chance auf Erlösung direkt in die Hölle kommt und ewige Verdammnis erleiden muss. Zudem werden Sie regelrecht vom Tod verfolgt, der sich ihre Seelen schnellstmöglich holen will. Denz vermutet, dass er den Fluch von einem Vorfahren geerbt hat, möglicherweise von seinem Vater, der ein Kreuzfahrer war. Da Denz auch noch ein anderes Problem hat - sein Onkel hat die Burg seines Vaters an sich gerissen und seine Mutter getötet - beschließt er, sich dem Vierten Kreuzzug anzuschließen und seinen Vater, der nie vom Dritten Kreuzzug zurückgekehrt ist, im Heiligen Land zu suchen. Davon verspricht er sich die Lösung all seiner Probleme - also die Erlösung vom Fluch und den rechtmäßigen Anspruch auf die Burg seines Vaters.

Die unaufhaltsame Zwei-Mann-Armee
Im Wesentlichen machen die zwei Kreuzfahrer auf ihrer Reise nur eines, nämlich sich durch dutzende Gegner zu metzeln. Fast immer laufen die absolut linear verlaufenden Missionen nach dem gleichen Schema ab. Man betritt ein neues Areal, tötet alles Menschliche und sucht dann entweder nach dem Tor ins nächste Areal oder einem sonstigen Ziel, das eine Zwischensequenz auslöst. Dabei gilt: Wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird von den Schwertern, Äxten, Lanzen oder Keulen der zwei Kreuzritter niedergemäht. Wohlgemerkt liegt die Betonung auf zwei. Denn seltsamerweise kämpfen Denz und Esteban fast immer alleine, und trotz der 15.000 Kreuzfahrer, die angeblich mit ihnen unterwegs sein sollen, sind maximal noch einige Verbündete auf dem Schirm zu sehen. Die Vorwände, unter denen die zwei Kreuzritter immer und immer wieder fast ohne jegliche Unterstützung losgeschickt werden, klingen dabei leider meist völlig konstruiert. Trefft ihr auf ein Hindernis, dass prinzipiell für nur zwei Mann unüberwindbar wäre - etwa eine Wand oder das Tor einer Festung - dann könnt ihr kurzerhand in eine Parallelwelt wechseln, in der der Fluch euch noch mächtiger macht und das Hindernis zerstören. Auch eure Feinde kommen in dieser Welt noch härter unter die Dampfwalze, denn hier können Sie nicht einmal blocken und werden von euren Kombos einfach nur weggemäht. Außer ein paar Seelen, die man dort sammeln kann, gibt es in der Parallelwelt aber nichts Neues, denn ansonsten entspricht sie der normalen Welt mit Braunfilter. Fluch hin oder her, wenn eine Festung von nur zwei Männern gestürmt werden soll, fühlt man sich an Asterix und Obelix erinnert - mit dem Unterschied, dass dieses Spiel nicht den Humor der Comics hat und es tatsächlich ernst meint.
 Autor:
Frank Ziegler
Testbericht
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