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Der Herr der Ringe: Die Eroberung

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 Spiel-Infos: Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Der Herr der Ringe: Die Eroberung Boxart Name: Der Herr der Ringe: Die Eroberung (PAL)
Entwickler: Pandemic Studios
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 16. Januar 2009
Genre: Action
Spieler: 1-16
Features:
HD 720p, 1080i, 1080p, Dolby Digital, Xbox Live
Es gibt viele Gründe, denen man den Erfolg der Herr der Ringe-Trilogie im Kino zuschreibt. Das ausgefeilte Fantasy-Universum, die Besetzung der Rollen mit bekannten Schauspielern oder die teuren Spezialeffekte. Nun vielleicht ist es aber viel simpler und dem Zuschauer gefielen einfach nur die monströsen Massenschlachten in all ihrer epischen Breite und rohen Gewalt. So manch einer hat nach diesem Erlebnis beispielsweise beschlossen, sich in teure Kostüme zu schmeißen, um mit Äxten und Schwertern in irgendwelche Wäldern Live-Rollenspiele durchzuführen, um das Kino-Feeling nachzuerleben. Wem das zu aufwendig und vielleicht auch zu nerdig ist, dem will Pandemic diesen Spaß virtuell servieren und versucht mit Der Herr der Ringe: Die Eroberung quasi die Fantasy-Version des Battlefield-Konzeptes zu erschaffen. Dazu gibt es noch zwei Offline-Kampagnen, die einen vernünftigen Singleplayermodus kompensieren sollen. Egal wie das ausgeht, am Ende kriegt irgendjemand eine Axt in den Schädel.


 
Quartett
Anhand des Tutorials, in dem ihr euch in der Schlacht der freien Völker gegen Sauron befindet, also chronologisch zum Film, werdet ihr nach und nach an die Möglichkeiten des Spiels herangeführt. Für ein normales Match heißt das zunächst einmal, dass ihr euch für eine der vier Grundklassen entscheiden müsst, mit der ihr einsteigen wollt. Diese sind übrigens bei jeder Partei komplett in ihren Fähigkeiten und Werten identisch. Der Standard-Krieger schlägt mit drei verschiedenen Angriffen zu und kann auch eine Kombo starten oder ein paar Spezialangriffe ausführen, die natürlich Energie kosten. Diese Energie kann durch fleißiges Feindemetzeln wieder aufgeladen werden. Bogenschützen erklären sich von selbst, dürfen außerdem noch Gift-, Dreifach- oder Feuerpfeile verschießen oder im Nahkampf mal zutreten. Mit Blitzangriffen attackiert man als Magier seine Feinde, heilt Verbündete, wirft einen Feuerball oder baut einen Schild auf, der Fernkampangriffe im Umkreis abblockt. Wer als Späher in das Spiel einsteigt, kann sich unsichtbar machen und feindliche Einheiten hinterrücks attackieren, um sie per Attentat sofort auszuschalten. Klappt das nicht, ist man natürlich leichte Beute für die mächtigeren Einheiten. Diese Vier bilden das etwas langweilige Grundgerüst eines jeden Teams.

Flagge zeigen

Herzstück ist natürlich der namensgebende Modus Eroberung, der sich stark am offensichtlichen Vorbild Battlefield orientiert. Es gilt für die Teams zu je acht Spielern möglichst viele, am besten natürlich alle Flaggenpunkte einzunehmen, um Punkte zu sammeln und dem Feind Respawn-Orte zu nehmen. Das ganze passiert an den bekannten Schauplätzen der Leinwand-Version. Dabei haben Orte wie die Minen von Moria oder Mordor immerhin einen hohen Wiedererkennungswert. Um die Flaggen zu halten, kann ausgewogene Klassenzusammenstellung sehr nützlich sein. Wenn beispielsweise ein Magier mit seinem Schild alle vor Fernkampfangriffen schützt, können die Nahkämpfer in Ruhe eine Flagge einnehmen, ohne beschossen zu werden. Da ist es natürlich praktisch für die gegnerische Mannschaft, wenn einer als Späher sich unsichtbar heranschleicht und mit einem Attentat mal eben diesen Magier ausschaltet, um die Verteidigung entscheidend zu schwächen.
 Autor:
Neels Behrend
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.0