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Dead Space 2

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 Spiel-Infos: Dead Space 2
Dead Space 2 Boxart Name: Dead Space 2 (deutsche PAL)
Entwickler: EA Redwood Shores Studio
Publisher: EA Games
Erhältlich seit: 24. Februar 2011
Genre: Action
Spieler: 1 - 8
Features:
2 Discs
Anno 2008 war Dead Space ein kleines Phänomen. Es hätte wohl niemand ernsthaft damit gerechnet, dass es gerade der sonst als Tod der Innovationen verkannte Branchenriese Electronic Arts sein würde, der den Überraschungshit des Jahres abliefert. Und das ganz ohne einen zugkräftigen Markennamen im Hintergrund. Aber noch eine Tatsache um Dead Space war äußerst bemerkenswert: Das Spiel kam trotz seiner enormen Gewaltdarstellung auch in Deutschland gänzlich unzensiert auf den Markt. Ob es drei Jahre später mit dem Sequel wieder gelingt die Spieler zu überraschen und für Gänsehaut zu sorgen, bleibt abzuwarten, fest steht allerdings, dass Dead Space 2 auch bei uns wieder (fast) völlig ungeschnitten erscheint.

Drei Jahre sind seit den schrecklichen Ereignissen des ersten Teils auf der USG Ishimura vergangen. Für immer gezeichnet entkam Protagonist Isaac Clarke dem mutierten Grauen nur knapp. Aber nicht nur die Necromorph hinterließen ihre Spuren, auch der Tot von Clarkes Freundin Nicole schnitt tiefe Wunden in das überstrapazierte Seelenheil. Geplagt von Schuldgefühlen und den traumatischen Erlebnissen auf dem riesigen Abbauschiff, scheint der Mechaniker zusehends den Verstand zu verlieren. Immer wieder suchen ihn verängstigende Halluzinationen heim. So auch zu Beginn von Dead Space 2. Eingeliefert in die Nervenheilanstalt der gigantischen Raumstation "The Sprawl" sehen wir ihn seinem Psychiater gegenüber sitzen. Inmitten seiner Therapie-Sitzung steigt seine Verblichene in voller Lebensgröße auf den Tisch, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Was nun geschieht spottet jeder Beschreibung: Scheinbar wie aus dem Nichts bricht die unheilvolle Seuche erneut aus. Noch immer gefangen in seiner Zwangsjacke bleibt ihm nichts anderes übrig als die Beine in die Hand zu nehmen, während das Grauen um sich greift. Patienten schreien ob des unaufhaltbaren Horrors, werden zerrissen oder mutieren selbst zu ekelerregenden Monstern um anschließend ihrerseits auf die Jagd zu gehen.
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Skalpell, bitte!
Auf der Krankenstation schließlich können wir uns mit Hilfe von anderen Insassen doch noch befreien und nehmen alsbald die Grundausrüstung bestehend aus Plasma-Cutter, Stase-Modul und Kinese-Einheit auf. Nun stehen wir den wandelnden Garstigkeiten zumindest nicht mehr gänzlich wehrlos gegenüber und machen uns auf den langen, beschwerlichen Weg der Mutanten-Hölle zu entkommen. Dabei treffen wir im Gegensatz zum ersten Teil immer wieder auf andere Überlebende, die uns den Weg weisen oder auf andere Art und Weise unter die Arme greifen. Dass dabei nicht immer Alles ist wie es scheint, versteht sich von selbst. Euch die Geschichte von Dead Space 2 zu erzählen, überlassen wir der Spannung halber dann aber doch lieber dem Spiel selbst. Statt dem was widmen wir uns daher dem wie. Denn für ein Spiel, das ihn höchstem Maße von seiner dichten Atmosphäre lebt und Emotionen transportieren will, ist die Immersion ein essenzielles Gut. Also jenes "Mitten drin, statt nur dabei"-Gefühl, das die Grenzen verschwimmen und uns den Horror förmlich selbst erleben lässt. Dies ist auch der Grund, weshalb auf klassische Zwischensequenzen gänzlich verzichtet wurde. Das gesamte Spiel über weicht ihr dem guten Isaac nicht von der Schulter und erlebt sowohl den Horror, als auch die Story hautnah mit. Vorangetrieben wird sie von zahlreichen Gesprächen, Isaacs Halluzinationen, Text- und Audio-Logs, vor allem aber von der schieren Bildgewalt der Geschehnisse.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
8.6