HD Hui, SD
Pfui?
Es war schon ein fragwürdiger Titel den Tecmo seinerzeit
mit Dead or Alive 3 inoffiziell verliehen worden ist. Da war die Rede von einer
spielerisch wenig anspruchsvollen, dafür umwerfend anzusehenden Grafikdemo, die
bereits zum Start von Microsofts erster Konsole eindrucksvoll demonstrierte,
wer nun der Technik-Platzhirsch auf dem Markt sein würde. Diesen zweifelhaften
Titel dürfte Tecmo mit Dead or Alive 4 nicht wieder zugesagt bekommen. Natürlich wäre das gezeigte auf keiner anderen Konsole in
dieser Form möglich. Allerdings bleibt der von vielen erwartete Grafik-Sprung
aus. Aber wie gut sieht es wirklich aus? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu
beantworten und schürte bereits im Vorfeld hitzige Diskussionen. Also, sieht
Dead or Alive 4 gut aus? Ja! Die ausladenden Stages sind mit viel Liebe zum
Detail gestaltet und opulente Levels, wie der Kampfring oder der fast
fotorealistische Wasserfall im Wald, lassen schon einmal den ein oder anderen
Mund offen stehen.


Reizt
Dead or Alive 4 die Xbox 360 aus? Nein! Dead or Alive 4 sieht ohne Frage
sehr gut aus, allerdings sollte Tecmos neuestes Werk die Konsole nicht einmal
annähernd ins Schwitzen bringen. An Performance fressenden Effekten hat man
gespart und auch in der neuen Konsolen-Ära schaffte es Tecmo nicht, die
berüchtigten Clippingfehler auszumerzen. Auf moderne Effekte, wie Paralax-Mapping,
Echtzeit-Lighting und Echtzeit-Self-Shadowing verzichtete man gänzlich. Die 23
Charaktere sind durch den Stil an welchem Tecmo beharrlich festhält, in der
optischen Weiterentwicklung sehr limitiert, so dass die mit Bump-Mapping
versehene Kleidung die Feinheiten, wie Adern auf Muskelsträngen, den größten
Unterschied ausmachen. Es bleibt also erneut nur die ernüchternde Hoffnung, dass
der nächste Teil der Serie sich grafisch an die bombastisch gerenderten
Outtros des Storymodi angleichen werden. Träumen wird ja wohl noch erlaubt
sein!












