Schnell wird
jedoch klar, das vor allem das Timen der Konterangriffe sich spürbar verändert
hat. Was es anfangs sehr schwer macht auf die Tritte und Schläge, die euch nur
so um die Ohren fliegen, rechtzeitig zu reagieren. Und wer nicht rechtzeitig
reagiert, findet sich schnell in der Luft wieder, wo es unmöglich ist den
Schlagfolgen des Kontrahenten etwas entgegenzusetzen. Besonders deutlich wird das, wenn
man in einem der zahlreichen, aber durch die Bank bekannten Spielemodi, gegen
die von der CPU kontrollierten Kämpfer antritt. Denn diese, soviel sei gesagt,
beherrschen ihr Handwerk meisterhaft! Einige Kämpfe auf der Jagt nach neuen
Highscores, Bestzeiten, Goodies, neuen Kämpfern und Levels stellen wahre
Geduldsproben dar. Nicht selten verliert ihr ein Match nur um Haaresbreite, ohne
am Ende auch nur den Hauch einer Chance gehabt zu haben, den Run der KI zu
stoppen. An diesem Punkt wohl dem, der über einen kabelgebundenen Controller
verfügt, denn sonst kann es schon einmal vorkommen, dass das Wireless-Pad
weiter fliegt als geplant. Freude und Frust liegen in DOA4
sehr nahe beieinander! Angesichts dieser Konstellation ist es ärgerlich, das
Tecmo keine Schwierigkeitsgrade für Einsteiger integriert hat, ihr dürft
lediglich aus den drei Stufen normal, schwer und sehr schwer wählen.

Das wahre Turnier um Leben und
Tod nur Mann gegen Mann!
Auch wenn diese Überschrift obgleich der deutlichen
Überzahl der überproportionierten weiblichen Kämpferriege etwas eigenwillig
anmutet, die Aussage steht! Wie bei einem zünftigen Beat em Up zu erwarten,
entfaltet auch Dead or Alive 4 erst in Kämpfen gegen humane Kontrahenten sein
ganzes Spielspaßpotenzial. Das der Titel im Multiplayer an Spielspaß zulegt,
liegt natürlich zum Einen an der Schadenfreude, der ihr freien Laufe lassen
könnt, wenn ihr gewinnt, zum anderen aber auch daran, das ihr hier nicht das
Gefühl habt, benachteiligt zu werden. In den meisten Fällen beherrscht euer
Gegenüber nicht das gesamte Repertoire seines Kämpfers im Schlaf und bringt eben
nicht NUR die effektivsten, teilweise unmöglich im normalen Kampfgetümmel
anzubringenden Moves und Combos an. Es ist deutlich motivierender, wenn ihr
nicht ständig das Gefühl habt, das euer Sieg gegen die künstliche Intelligenz
zu einem großen Teil durch die Willkür der CPU entschieden wird.
Wo oder wie ihr spielt ist eher sekundärer Natur. Sollten
euch vor dem heimischen Fernseher doch einmal die Gegner, bzw. Freunde
ausgehen, wählt ihr euch wie schon in Dead or Alive: Ultimate, einfach in das
DOA-Online Netzwerk ein und tretet gegen die besten der Welt an. Erfreulich ist
zudem, das ihr neben der Quickmatch-Vermittlung, in der ihr keinen Einfluss
darauf habt, welchem Spiel ihr zugelost werdet, auch die heute leider nicht selbstverständliche Option habt, in
der Optimatchsuche nach Servern zu fahnden, die exakt euren Suchkriterien
entsprechen. Das Ergebnis wird komfortabel in einer übersichtlichen Liste
angezeigt, an der ihr direkt ablesen könnt, welche Sprache gesprochen wird, wie
viele Spieler auf einem Server maximal antreten dürfen und wie viele Plätze
aktuell noch frei sind. Ebenfalls angezeigt wird, wie gut die Qualität der
Verbindung ist und darauf solltet ihr unbedingt achten, denn auf Servern mit
niedrigen Pings kommt es schnell zu wahren Ruckelorgien, die teilweise in
Unspielbarkeit ausarten. Dieses Szenario lässt sich aber einfach umgehen, indem
ihr Server meidet, deren Leitung als „rot“ eingestuft sind und darauf acht
gebt, dass ihr möglichst in Europa bleibt und die maximale Spielerzahl
möglichst gering ist. Das garantiert nicht nur ein flüssigeres und spaßigeres
Spiel, sondern auch, das ihr öfter kämpfen dürft. Entgegen der Ankündigungen
scheint es in der finalen Version nun zudem doch möglich zu sein, in den
witzigen Lobbys, die übrigens individuell gestaltet werden können,
Sprachkommunikation über das Headset der Xbox 360 nutzen zu können.












