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Xbox 360 » Tests » D » Dead or Alive 4

Dead or Alive 4

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Schnell wird jedoch klar, das vor allem das Timen der Konterangriffe sich spürbar verändert hat. Was es anfangs sehr schwer macht auf die Tritte und Schläge, die euch nur so um die Ohren fliegen, rechtzeitig zu reagieren. Und wer nicht rechtzeitig reagiert, findet sich schnell in der Luft wieder, wo es unmöglich ist den Schlagfolgen des Kontrahenten etwas entgegenzusetzen. Besonders deutlich wird das, wenn man in einem der zahlreichen, aber durch die Bank bekannten Spielemodi, gegen die von der CPU kontrollierten Kämpfer antritt. Denn diese, soviel sei gesagt, beherrschen ihr Handwerk meisterhaft! Einige Kämpfe auf der Jagt nach neuen Highscores, Bestzeiten, Goodies, neuen Kämpfern und Levels stellen wahre Geduldsproben dar. Nicht selten verliert ihr ein Match nur um Haaresbreite, ohne am Ende auch nur den Hauch einer Chance gehabt zu haben, den Run der KI zu stoppen. An diesem Punkt wohl dem, der über einen kabelgebundenen Controller verfügt, denn sonst kann es schon einmal vorkommen, dass das Wireless-Pad weiter fliegt als geplant. Freude und Frust liegen in DOA4 sehr nahe beieinander! Angesichts dieser Konstellation ist es ärgerlich, das Tecmo keine Schwierigkeitsgrade für Einsteiger integriert hat, ihr dürft lediglich aus den drei Stufen normal, schwer und sehr schwer wählen.
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Das wahre Turnier um Leben und Tod nur Mann gegen Mann!
Auch wenn diese Überschrift obgleich der deutlichen Überzahl der überproportionierten weiblichen Kämpferriege etwas eigenwillig anmutet, die Aussage steht! Wie bei einem zünftigen Beat em Up zu erwarten, entfaltet auch Dead or Alive 4 erst in Kämpfen gegen humane Kontrahenten sein ganzes Spielspaßpotenzial. Das der Titel im Multiplayer an Spielspaß zulegt, liegt natürlich zum Einen an der Schadenfreude, der ihr freien Laufe lassen könnt, wenn ihr gewinnt, zum anderen aber auch daran, das ihr hier nicht das Gefühl habt, benachteiligt zu werden. In den meisten Fällen beherrscht euer Gegenüber nicht das gesamte Repertoire seines Kämpfers im Schlaf und bringt eben nicht NUR die effektivsten, teilweise unmöglich im normalen Kampfgetümmel anzubringenden Moves und Combos an. Es ist deutlich motivierender, wenn ihr nicht ständig das Gefühl habt, das euer Sieg gegen die künstliche Intelligenz zu einem großen Teil durch die Willkür der CPU entschieden wird.
 
Wo oder wie ihr spielt ist eher sekundärer Natur. Sollten euch vor dem heimischen Fernseher doch einmal die Gegner, bzw. Freunde ausgehen, wählt ihr euch wie schon in Dead or Alive: Ultimate, einfach in das DOA-Online Netzwerk ein und tretet gegen die besten der Welt an. Erfreulich ist zudem, das ihr neben der Quickmatch-Vermittlung, in der ihr keinen Einfluss darauf habt, welchem Spiel ihr zugelost werdet,  auch die heute leider nicht selbstverständliche Option habt, in der Optimatchsuche nach Servern zu fahnden, die exakt euren Suchkriterien entsprechen. Das Ergebnis wird komfortabel in einer übersichtlichen Liste angezeigt, an der ihr direkt ablesen könnt, welche Sprache gesprochen wird, wie viele Spieler auf einem Server maximal antreten dürfen und wie viele Plätze aktuell noch frei sind. Ebenfalls angezeigt wird, wie gut die Qualität der Verbindung ist und darauf solltet ihr unbedingt achten, denn auf Servern mit niedrigen Pings kommt es schnell zu wahren Ruckelorgien, die teilweise in Unspielbarkeit ausarten. Dieses Szenario lässt sich aber einfach umgehen, indem ihr Server meidet, deren Leitung als „rot“ eingestuft sind und darauf acht gebt, dass ihr möglichst in Europa bleibt und die maximale Spielerzahl möglichst gering ist. Das garantiert nicht nur ein flüssigeres und spaßigeres Spiel, sondern auch, das ihr öfter kämpfen dürft. Entgegen der Ankündigungen scheint es in der finalen Version nun zudem doch möglich zu sein, in den witzigen Lobbys, die übrigens individuell gestaltet werden können, Sprachkommunikation über das Headset der Xbox 360 nutzen zu können.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
7.8