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Dead or Alive 4

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 Spiel-Infos: Dead or Alive 4
Dead or Alive 4 Boxart Name: Dead or Alive 4 (US)
Entwickler: Team NINJA
Publisher: Tecmo
Erhältlich seit: 20. Januar 2006
Genre: Beat 'em Up
Spieler: 1 - 2
Features:
HDTV 16:9, DD 5.1, Xbox Live Multiplayer
"Es war einmal in einem weit entfernten Land..." so, oder zumindest ähnlich, begannen vor gar nicht allzu großer Vergangenheit die meisten der zahlreichen Märchen und Fabeln. Auch in der Moderne sind die Märchen nicht tot zu bekommen, einer gewissen Evolution konnten sie sich im Laufe der Jahre allerdings nicht entziehen. Heutige Märchen handeln nun nicht mehr von gewöhnlichen Geschichten um kleine Mädchen, Wölfe und Hexen. Oder vielleicht doch? Sind die Ninja-Meister und Klonkrieger aus Dead or Alive das moderne Äquivalent zu den Hexen und Wölfen von damals? Ein bisschen Fantasie vorausgesetzt, darf man ruhigen Gewissens an diesen Ansatz glauben und die Story des Spiels abwinken, welche sich hauptsächlich mit dem Konflikt des Muggen-Ten-Shin-Ninja-Clans und des Wirtschaftsimperiums DOA-Tec beschäftigt, und sich voll auf die wesentlich gehaltvolleren Keilereien im Dead or Alive 4 Turnier konzentrieren.
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Evolution scheint dieser Tage ohnehin eines jener Schlagwörter zu sein, das nicht nur im hochwertigen Start Line-Up der Xbox 360 eine zentrale Rolle bei der Entwicklung, respektive Weiterentwicklung von Spielen und erfolgreichen Serien einnimmt. Innovationen sind rar gesät und werden von der zahlenden Kundschaft ein ums andere mal mit Ignoranz gestraft. Die Regel bestätigenden Ausnahmen gibt es zwar immer einmal wieder, doch gekauft wird vornehmlich das, was man bereits kennt. Es mutet also wenig verwunderlich an, dass selbst die großen, privilegierten Entwickler aus der ganzen Welt vornehmlich auf die Namenskraft von etablierten Franchises setzen. Nicht anders geschehen auch bei Tecmo. Der vorliegende vierte Ableger der polarisierenden Beat `em Up-Erfolgsserie, könnte fast als Sinnbild für eben diese beschriebene Solidarität zu beliebten Stars und dem Giro-Konto von Tomonobu Itagaki und Co. gesehen werden. Auf Käufer von Dead or Alive 4 wartet kein neuartiges Spiel, das mit neuen, unverhofft innovativen Facetten Glanzpunkte zu setzen im Stande ist. Vielmehr erhält man ein in, zugegebenermaßen zahlreichen, Nuancen optimiertes beziehungsweise verändertes Prügelspiel.

Entgegen dem allgemein zu beobachtenden Trend, der Forcierung in Richtung Massenmarkt, schlägt Tecmo allerdings einen anderen Weg ein. Dead or Alive 4 kann mit Fug und Recht behaupten, der anspruchsvollste, taktischste und gleichermaßen frustrierendste, wie motivierendste Ableger der Serie zu sein. Das liegt vor allem an der Summe der vorgenommenen Eingriffe in die Spielbalance. Anfänglich noch sehr subtil wirkend, merken Kenner der vorangegangenen Spiele bereits nach wenigen Matches, dass ordentlich an der Timing-Schraube gedreht worden ist. Umdenken ist also angesagt! Die Reaktionszeiten sind geringer geworden, aufladbare Special-Moves fanden ihren Weg in das Spiel und zahlreiche neue Bewegungen, sowie Änderungen bestehender Moves prägen die Auseinandersetzungen. Dead or Alive 4 ist mit Abstand der schnellste, erstaunlicherweise aber auch der taktischste Kampf um Leben und Tod, den Tecmo bis Dato veröffentlichte. Das bestehende Stein-, Schere-, Papier-Prinzip funktioniert wunderbar. Konter neutralisieren Kombos, wer kontert kann spielend leicht geworfen werden und wer versucht einen Wurf anzusetzen, fängt sich schnell einmal ein paar flinke Kombinationen ein. Soweit nichts Neues.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
7.8