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Dark Sector

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 Spiel-Infos: Dark Sector
Dark Sector Boxart Name: Dark Sector (PAL)
Entwickler: Digital Extremes (London)
Publisher: D3 Publisher
Erhältlich seit: 04. April 2008
Genre: Action
Spieler: 1-10
Features:
16:9, HDTV 720p/1080i, Xbox Live, DD 5.1
Betrachtet man die lange Geschichte der Entwicklung von Dark Sector, wirkt es schon etwas befremdlich wie belanglos die Story des Spiels ist, wie durchschnittlich die Inszenierung und wie blass der Hauptcharakter Hayden Tenno sich Anno 2008 präsentiert. Als erstes Next Gen Projekt angekündigt, sollte das von Digital Extremes erdachte Spiel eigentlich in einem beklemmenden Sci-Fi-Setting in den unendlichen Weiten des Alls angesiedelt sein. In Folge einer Design-Revision verlagerte man das Setting in die post moderne Zeit und entwarf Charaktere, Hintergrundgeschichte und Schauplätze von Grund auf neu. Dabei herausgekommen ist ein Spiel das euch als Agent des CIA-Einsatzkommandos Dark Sector gen Russland entsendet um einem übereifrigen Wissenschaftler Einhalt zu gebieten. Dieser experimentiert mit einer biologischen Waffe, dem Technocyte-Virus. Im Zuge der Infektion mutiert das bemitleidenswerte Individuum zu einer willenlosen und strohdummen Tötungsmaschine. Wem das bekannt vorkommt, der hat sicherlich bereits die eine oder andere Safari nach Racccon-City hinter sich gebracht. Natürlich liegt es an euch dem schändlichen Treiben Einhalt zu gebieten und eine flächendeckende Epidemie zu verhindern. Als tugendhafter Bürger der vereinigten Staaten von Amerika ist sich Tenno seiner Pflicht bewusst, die biologischen Waffen aufzuspüren und zu vernichten, ebenfalls nicht neu sind ihm Kollateralschäden. Dennoch wirkt der Held ziemlich verdutzt als er das erste Opfer seiner eigenen Offensive gegen das Böse wird und sich fortan zum Kreis der infizierten zählen darf.  Das vermeintliche Todesurteil entpuppt sich aber schnell als Glücksgriff. Der Virus setzt in Tenno übermenschliche Kräfte frei, die sich als äußerst nützlich erweisen.
 

 
Einen Innovationspreis gewinnt die Story von Dark Sector also nicht, umso erfreulicher das spielerisch fast alles richtig gemacht wurde. Die Spielmechanik erinnert dabei nicht zufällig an das Prequel vom im Herbst erscheinenden Gears of War 2. Gespielt wird aus der 3rd-Person Perspektive, per Druck auf den linken Trigger schaltet das Spiel in eine Schulterperspektive und ermöglicht so zielgenaueres Anvisieren der Gegner. Damit nicht genug der Parallelen zum Vorbild, ebenfalls adaptiert wurde das Deckungsverhalten während der Kämpfe. Wer die Umgebung nicht als Schutz einsetzt, zieht schnell den Kürzeren. Denn auch wenn die K.I. nicht mit variantenreichen Verhaltensmustern glänzt, treffsicher sind die Kollegen allemal. Die Grundfunktionalität der Bewegungen ist zwar weitestgehend von Epics-Werk adaptiert worden, aber ganz so agil und variantenreich wie Marcus Fenix und Co. hechtet Tenno nicht von Deckung zu Deckung.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
7.2