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Dante´s Inferno

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 Spiel-Infos: Dante´s Inferno
Dante´s Inferno Boxart Name: Dante´s Inferno (PAL)
Entwickler: EA Redwood Shores Studio
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 04. Februar 2010
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
keine
Spielumsetzungen aktueller Hollywood-Produktionen gehören dieser Tage bereits zum guten Vermarktungs-Ton. Adaptionen von Büchern hingegen fristen bislang ein kümmerliches Schattendasein. Tatsächlich ist sogar eher der umgekehrte Fall die Regel, denn zu immer mehr Serien, wie etwa Halo, Mass Effect, Resident Evil oder Gears of War, gibt es meist im Zeitfenster des Releases Romane, Graphik-Novellen oder Comics. Dabei gäbe es gerade in der Weltliteratur vielfältigste Schriftwerke, die geradezu prädestiniert scheinen, um als probate Vorlage für ein außergewöhnliches Spiel herzuhalten. Das dachte sich das Team von EA scheinbar auch und bediente sich kurzerhand eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur, der Göttlichen Komödie des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265 – 1321).

Gestatten? Alighieri. Sünder.
Dieser ist seines Zeichens nicht bloß Namenspate, sondern darüber hinaus auch der Hauptprotagonist von Dante‘s Inferno. Bei der Umsetzung hangelt sich EA allerdings nur grob an der  berühmten Vorlage entlang und fügt hier und dort eigene Elemente hinzu oder interpretiert sie im Sinne der Spielerfahrung neu.  Im spielbaren Prolog wird der poetische Kreuzfahrer am Ende der heiligen Schlacht von Jerusalem tödlich verwundet und tritt dem Grimmer höchstpersönlich gegenüber. Wie sich herausstellt, meint es die Vorsehung, obgleich zahlloser begangener Sünden, nicht besonders gut mit ihm. Dass aber auch seine Liebste zur Rechenschaft herangezogen werden soll, ist zu viel für den Knappen. In völliger Rage und Raserei entreißt er dem Tod sein Erntewerkzeug und lässt es ihn am eigenen Leib spüren, um dem Schicksal in der Unterwelt zu entfliehen. Von Panik getrieben eilt er gen Heimat, doch es ist bereits zu spät. Über ihrem leblosen Körper kniend muss er hilflos mit ansehen, wie die Schatten der Dunkelheit die Seele seiner geliebten Beatrice in die Tiefen der Hölle entführen. Einem Akt beispielloser Romantik gleichkommend beschließt Dante in die Feuer der Verdammnis herab zu steigen und sie vor den ewigen Qualen zu bewahren.


 
Besser gut geklaut…
Unter dem Kreuzritter-Gewand präsentiert sich Dante‘s Inferno als solides Action-Adventure mit klarem Fokus auf die martialischen Auseinandersetzungen. Wie der griechische Kriegsgott schnetzelt sich Dante durch Horden von aggressivem Fußvolk des Teufels und zwingt größere Brocken per kurzem Quick-Time Intermezzo in die virtuellen Knie. Rätsel spielen indes keine große Rolle. Im ganzen Spiel findet sich lediglich eine nennenswerte Denkaufgabe, bei der man den Grips ein wenig bemühen muss. Darüber hinaus gilt es lediglich einige wenige anspruchsvolle Kisten-Schiebereien zu bewältigen. Dafür ist das Kampfsystem vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. Zwar gibt es im Kontrollschema nur jeweils einen Knopf für normale-, schwere- und Fernattacken, diese lassen sich aber durch Zuschalten der Bumper und Trigger weiter variieren.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.8