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Damnation

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 Spiel-Infos: Damnation
Damnation Boxart Name: Damnation (PAL)
Entwickler: Blue Omega Entertainment
Publisher: Codemasters
Erhältlich seit: 22. Mai 2009
Genre: Shooter - 3rd Person
Spieler: 1-4
Features:
keine
Über einen Mangel an bleihaltiger Action-Unterhaltung muss sich in dieser Generation zumindest auf den HD-Konsolen wahrlich niemand beschweren. Umso schwerer fällt es vielen Entwicklern ihren Projekten ein eigenständiges, unverbrauchtes und somit interessantes Gesicht zu verleihen und so aus der breiten Masse heraus zu stechen. Das dies aber ein deutlich einfacheres Unterfangen ist, als sich mit der vielschichtigen Brillanz moderner AAA-Produktionen zu messen, beweist Codemasters mit Damnation zumindest auf dem Papier. Der 3rd Person Shooter bedient sich mit Western und Steampunk gleich zweier unverbrauchter Themen. Das Resultat erinnert stilistisch entfernt an den Hollywood-Streifen Wild Wild West mit Will Smith in der Hauptrolle und weiß diesbezüglich durchaus zu gefallen.

Wenig chic
Was die größte Stärke des Spiels hätte sein können, entpuppt sich bereits mit dem Intro gefolgt von den ersten Spielminuten als glatte Enttäuschung. Die Präsentation ist gelinde gesagt absolut unterdurchschnittlich. Besonders deutlich wird dies bei den Zwischensequenzen. Dämliche Dialoge die dank beinahe gänzlich fehlender Gesichtsanimationen nicht Lippensynchron ablaufen, sind da nur die Spitze vom Eisberg. Hinzu kommt unter Anderem das völlig inkonsequente Charakterdesign. Auf der einen Seite sind die Figuren zwar völlig überzeichnet und unglaublich trashig geraten, so dass man sich zwangsläufig fragt, wer oder was hier eigentlich karikiert werden soll, auf der anderen Seite nehmen sie sich aber auch unglaublich ernst. Das Ergebnis ist die bis Dato bei Spielen einzigartige Erfahrung des Fremdschämens.

Dieser Tenor ergibt sich leider weit über die stilistische Gestaltung hinaus, denn auch technisch ist Damnation im unteren Segment anzusiedeln. Sicher, die Level sind gigantisch, Probleme mit Ladezeiten gibt es keine und auch die Fernsicht besticht, dementgegen stehen aber hässliche Texturen, generelle Detailarmut, unzureichendes Belichtungsmodell, hölzern animierte Charaktere, antiquierte Effekte und Ruckler gibt es hin und wieder ebenfalls. Die grausame deutsche Synchronisation fügt sich leider nahtlos in das zweifelhafte Gesamtbild ein, teilweise sind die Sprecher einfach nur unpassend gewählt, andere wiederum scheinen absolute Laien frei von jeder Motivation zu sein, vermögen es so aber immerhin nicht aus dem Rahmen zu fallen so dass sich, Niveau hin oder her, zumindest ein harmonisches Gesamtbild ergibt, auch wenn dies wie bereits geschrieben äußerst zweifelhaft ist.
 Autor:
Henrik Zenses
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Leserwertung:
-