Blazing Angels - Squadrons of WWII versetzt euch in die Zeit
des 2. Weltkrieges, genauer gesagt in die Jahre nach dem Angriff auf Pearl
Harbor, der am 7. Dezember 1941 erfolgte und den Kriegseintritt der Amerikaner
zur weitreichenden Folge hatte. Viele Ego-Shooter bedienen sich bekanntlich reichlich
an diesem historischen Hintergrund, aber Arcade-Flugshooter, wie Blazing
Angels, stellen bisher die Ausnahme dar.
Ihr schlüpft in die Rolle eines aufstrebenden Piloten, der
sich in den insgesamt 18 Missionen des Storymodus als Geschwaderanführer
beweisen muss. Bevor ihr am aktiven Kriegsgeschehen teilhaben könnt, steht erst
einmal ein kleiner Einführungskurs an, durch den euch euer geschwätziger Führer
leitet. Die Steuerung gestaltet sich dabei als eingängig und wurde gut an den
Controller der Xbox 360 angepasst. Wie bei einigen Rennspielen steuert ihr das
Flugzeug mit dem linken Analogstick, während der rechte Stick zur
Beschleunigung bzw. zur Drosselung des Motors dient. Wollt ihr das coole Fliegerass
heraushängen lassen (oder eventuell einen Verfolger abhängen) muss der rechte
Stick nach links oder rechts bewegt werden und schon macht die Kiste eine saubere
Drehung um die eigene Achse. Für die Übersicht im Gefecht sorgt das
Lock-on-System, womit die für den erfolgreichen Abschluss der Mission relevanten
Ziele, sowie feindliche Flugzeuge via Druck auf den L-Trigger immer im Fokus
bleiben, während ihr mit dem R-Trigger fröhlich aus allen Kanonen (und mit
unbegrenzter Munition) feuert.
Band of Brothers
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser ersten Mission
beginnt der Einsatz an der Front. Auch ein mit überdurchschnittlichen Talenten
gesegneter Pilot kann nicht lange am Himmel bleiben, wenn er nicht von seinen
Kollegen unterstützt wird und so stehen euch die drei Kumpels Frank, Tom und
Joe zur Seite. Genretypisch erfüllt ein jeder der Gefährten am Himmel auf
Befehl via Steuerkreuz eine andere Aufgabe: So ist Frank der Mann fürs grobe
Geschäft und stürmt wie ein Berserker auf die feindlichen Flieger. Tom dagegen
erfüllt den Part des defensiven Partners und lenkt die Feinde von euch ab, wenn
es mal allzu heiß hergehen sollte. Nicht unbedingt realitätsnah ist die
herausragende Fähigkeit von Kumpel Joe (alias „Der gelbe Engel“) ausgefallen,
da er sich auf Befehl daran macht, euere ramponierte Flugmaschine zu reparieren
und das in der Luft wohlgemerkt. Ist der Befehl zur Reparatur erteilt worden
muss nur noch eine eingeblendete Tastenkombination eingegeben werden und schon
sind Beulen beseitigt und das Feuer am Motor gelöscht worden.
Im Laufe der Karriere werdet ihr euch Luftschlachten über
London, Paris, Midway, Pearl Harbor und am Ende natürlich auch über Berlin
liefern. Doch ist es im Grunde nicht von Belang, welche Stadt dem Spieler als
Kulisse begegnet, da die zu erfüllenden Missionsziele mit wenigen Ausnahmen stets
dieselben sind. Zunächst kommen euch mehrere Schwärme an feindlichen Maschinen
entgegen, die schnell abgeschossen werden müssen, da diese oftmals ein
bestimmtes Gebäude oder den eigenen Konvoi am Boden anzugreifen versuchen. Dann
erscheint hin und wieder ein Fliegerass, der sich an einer deutlich höheren KI
als der Rest der Feinde erfreut und zu recht langatmigen Dogfights einlädt.
Schließlich müssen auch Ziele am Boden mit der Sekundärwaffe, wie Bomben oder
Torpedos, beseitigt werden. Durch das hilfreiche Zielkreuz ist auch diese
Aufgabe ohne Beinbruch zu überstehen.