Dieser Test basiert auf der PlayStation 3-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Xbox 360-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
Sega kann einem fast ein wenig Leid tun. Mit dem Team hinter der Yakuza-Franchise hat man durchaus fähige Leute im Boot, die es stets verstehen den japanischen Geschmack zu treffen. Leider gehen deren Titel im Westen mit einer traurigen Regelmäßigkeit vollkommen unter. Mit Binary Domain versucht man nun, den westlichen Geschmack etwas besser zu treffen und greift dazu richtig tief in die Klischee-Kiste. Außerdem hat man sich bei der Lokalisierung mehr Mühe als bei den Yakuza-Titeln gegeben, denn Binary Domain erscheint komplett in deutscher Sprache. Dennoch scheinen westliche Spieler den Titel bisher zu übersehen und das obwohl das Gameplay sehr stimmig ist. Damit sind also wieder einmal die Grundvoraussetzungen für einen echten Geheimtipp aus dem Hause Sega geschaffen.
Actionkino für das Wohnzimmer
In einer nicht all zu fernen Zukunft leben Menschen mit Robotern in friedlicher Koexistenz. Da die Technik in dieser Zeit enorme Fortschritte gemacht hat und es theoretisch möglich ist, menschenähnliche Cyborgs zu erschaffen, hat man die Genfer Konvention um einen Paragraphen erweitert, der genau dies verbietet. Als in Amerika dann plötzlich ein scheinbar ganz normaler Mensch durchdreht und von Sicherheitskräften gestellt werden muss, entpuppt sich der Mann als nahezu perfekter Cyborg. Schnell stellt sich heraus, dass ein Konzern in Japan im Geheimen die Roboterforschung fortgeführt hat und überall auf der Welt seine Schöpfungen zusammen mit Menschen leben lässt. Daraufhin wird ein Spezialteam entsandt, das den verrückten Forscher verhaften und vor ein internationales Gericht stellen soll. Doch dem Team rund um Hauptfigur Dan stellen sich zahlreiche Hindernisse in den Weg, denn die Zielperson widersetzt sich natürlich der Festnahme. Die Handlung und die Figuren sind vielleicht voll von allerlei Klischees, doch die Geschichte ist spannend erzählt und erinnert nicht selten an einen gut gemachten Action-Kinofilm.











