Deutschland: Videospielbranche trotzt der Krise!

News vom 10-08-09
Uhrzeit: 14:41
Die Deutschen zocken sich die Krise von den Fingern! Laut den Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooper (kurz: PwC) im "Global Entertainment and Media Outlook 2009-2013" werden die Deutschen in diesem Jahr voraussichtlich 2,9 Millarden US-Doller in Computer- und Videospiele investieren. Dabei wird lediglich das Retailgeschäft mit Computer- und Videospielen sowie Onlineumsätze inklusive Mikrotransaktionen berücksichtigt. Von der Studie ausgeschlossen wurden jedoch Hardware- und Zubehörumsätze.
 
Davon ausgehend wird der Branchenumsatz in Deutschland im Vergleich zu 2008 um fünf Prozent wachsen. Selbst in den kommenden Jahren rechnet die Gesellschaft mit einem stetigen Wachstum. 2013 könnte der Umsatz schon bei 3,7 Milliarden Dollar liegen.
 
Frank Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe Entertainment & Media von PwC in Deutschland, kommentierte die Veröffentlichung mit folgenden Worten: "Videospiele werden dank neuer Spielkonzepte und -plattformen für immer mehr Zielgruppen attraktiv. Wireless Games begeistern auch Menschen für das Spiel zwischendurch.
 
Dennoch wird sich an der Machtverteilung innerhalb Europas nichts ändern. PwC prognostiziert dem deutschen Markt zwar ein durschnittliches Umsatzwachstum von 5,8 Prozent jährlich, jedoch liegen die Wachstumsraten für das Vereinigte Königreich (7,5 Prozent) sowie Frankreich (6,8 Prozent) deutlich höher. Auf westeuropäischer Basis wurde demnach ein Wachstum von sieben Prozent jährlich ermittelt.

Das größte Wachstumspotenzial sind laut PwC die Segmente Onlinespiele (11,6 Prozent) und Wireless Games (10,5%). Der wichtigste Umsatzbringer bleibt dennoch das Retailprodukt für die stationären und mobilen Konsolensystem. 13,9 Milliarden Dollar werden demnach 2013 in Europa mit Konsolenspielen umgesetzt. Das würde immer noch 61,6 Prozent vom Gesamtmarkt ausmachen (2008: 63,3 Prozent). Der PC wird hingegen immer weiter an Bedeutung verlieren. Zwar sehen die Prognosen ein Plus von 2,4 auf 4,1 Milliarden Dollar bei den Erlösen aus Online-Abos, gleichzeitig werden die Umsätze aus dem Verkauf von Computerspielen in dem Zeitraum von 2008 bis 2013 von 2,6 auf 2,4 Milliarden Dollar sinken.
 Autor:
Dominic Ruthardt 
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