Wie fast schon zu erahnen war, sicherte sich das US-Unternehmen
Electronic Arts Inc. den unrühmlichen Titel
"Worst Company in America 2012", der vom Verbraucherschutz-Blog
The Consumerist im Auftrag des US-Magazins
Consumer Report verliehen wurde. Jedes Jahr wird in der Art "Stiftung Warentest" das schlimmste Unternehmen der USA von mehr als
250.000 US-Konsumenten bestimmt und dieses Jahr setzte sich
EA (64,03%) gegen keinen geringeren als die
Bank of America (35,97%) durch. Gegen wen sich EA auf dem Weg ins Finale alles durchsetze, könnt ihr folgender
Grafik entnehmen.
Der Gaming-Publisher wird gleich aus mehreren Gründen an den Pranger gestellt: Dem Unternehmen wird zunächst einmal "unersättliche Gier" vorgeworfen: Es wird dabei bemängelt, dass EA wiederholt unfertige Produkte auf den Markt bringt, die erst Wochen nach der Veröffentlichung mit Hilfe von zahlreichen Patches das versprochene Spielerlebnis anbieten.
Zudem wird der digitale Sektor in die Zange genommen. Consumer Report wirft EA vor, Spielinhalte mit Absicht zurückzuhalten, um Konsumenten nach dem Erwerb des Produkts nachträglich Geld aus der Tasche zu ziehen.
Ein aktuelles Beispiel stellt hier das "Aus der Asche"-Paket von
Mass Effect 3 dar, das bereits zum Launch des Spiels via Online-Distribution zum Kauf bereitstand und der Code des zusätzlichen Inhalts auf dem ursprünglichen Spielcode auf der Disc entdeckt wurde. Gleiches gilt demnach auch für das erste Argument: Kunden beklagen sich vor allem bei der PS3-Version über Spielabstürze, die das Wiederherstellen des PS3-Systems nach sich ziehen und nennen Framerate-Einbrüche, die das Spielerlebnis stark trüben. Ein Einzelfall stellt dies jedoch nicht dar. Ärgernisse entstanden die letzte Zeit auch wegen den bei der PC-Version von
Battlefield 3 implementierten Origin-Benutzerbedingungen, die wegen dem Datenschutz zu einer großen Protestwelle der Kunden führte.
Findet ihr, dass sich EA den Titel nach den Aktionen verdient hat? Oder übertreiben die Befragten bei der Wahl? Habt ihr persönliche Erfahrungen mit den genannten Begründungen gemacht? Hinterlasst doch eure Meinung in Form eines Kommentars unterhalb der Newsmeldung...
Quelle: The Consumerist